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Schon seit einigen Monaten sind mehrere Schulkinder in der Gegend von Lafferton, England, spurlos verschwunden. Der Fall lastet Inspektor Simon Serrailler und seinem Team schwer auf der Seele, denn sie bekommen einfach kein Licht in das Dunkel dieser Tat. Erst als sie die Akten schließen wollen, führt ein Hinweis sie auf die unheimliche Spur des Entführers.
Zur gleichen Zeit wird die junge Pastorin Jane in ihrem eigenen Haus als Geisel genommen. Die Öffentlichkeit reagiert entsetzt: Ist das beschauliche Lafferton nun endgültig dem Verbrechen in Hände gefallen? Derweil liegt bei Simon auch privat einiges im Argen: Seine Ex-Freundin Diana hängt wie eine Klette an ihm und seine Zwillingsschwester Cat möchte mit ihrer Familie nach Australien auswandern.
Dies ist die Fortsetzung von Susan Hills Krimi „Des Abends eisige Stille“, in dem es bereits um die Entführung der Schulkinder ging. Im Band „Der Seele schwarzer Grund“ wird das Verbrechen endlich gelöst, wobei uns einige Überraschungen erwarten. Susan Hill beschreibt aber mehr als nur den eigentlichen Fall, der relativ schnell gelöst ist.
Sie widmet sich zu einem großen Teil dem gesellschaftlichen und privaten Leben ihrer Protagonisten. Es geht um Beziehung, Familie und Job, um Ängste und Sehnsüchte. Nicht zuletzt prangert sie dabei die steigende Gewaltbereitschaft englischer Jugendlicher an – die Meldungen über die Mordtaten unter Jugendbanden in den englischen Vorstädten gingen auch hier durch die Presse. Kein typischer „Whodoneit“-Krimi, aber fesselnd bis zur letzten Seite.
von unserer Redakteurin Silke Schröder
