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Deutsche Krimis

Elisabeth Herrmann: Die 7. Stunde (Rezension)

© List Verlag
14.09.2007
Joachim Vernau und Marie-Louise Hoffmann haben eine schlecht gehende Anwaltskanzlei in Berlin, Prenzlauer Berg. Da kommt es ihnen gerade recht, dass sich Marie-Louises alte Freundin Katharina Oettinger meldet. Für eine Privatschule in Pankow sucht sie einen juristisch qualifizierten Privatdozenten, der den Teen Court, die Schulgerichts-AG, leiten kann.

Joachim sagt zu und stellt schnell fest, dass es an der Schule nicht ganz mit rechten Dingen zugeht: seine Schüler bekommen Morddrohungen von einer „schwarzen Königin“. Als am Tag der offenen Tür tatsächlich eine Schülerin vergiftet wird und die Polizei im Dunklen tappt, nimmt Joachim auf eigene Faust Ermittlungen auf. Schon bald gerät er in einen Sog aus Rollenspielen, falschen Vampiren und echten Morden. Und: Welche Rolle spielt dabei die Hauptschule, die sich gegenüber der feinen Privatschule befindet?

Elisabeth Herrmann gelingt es mit der „7. Stunde“ uns von der ersten Seite bis zum Schluss zu fesseln. Einfallsreich ist ihre Story, sehr humorvoll sind die Nebenhandlungen, spannend inszeniert ist ihr Plot. Nebenbei gelingt es ihr spielend, die lebendige Atmosphäre Berlins zu transportieren. Mit diesem intelligenten Krimi unterstreicht Herrmann ihre Anwärterschaft auf die erste Klasse der deutschen Krimiautorinnen.

von unserer Redakteurin Silke Schröder
Elisabeth Herrmann, geboren 1959 in Marburg/Lahn arbeitet als Fernsehjournalistin für die Abendschau des rbb. Sie lebt in Berlin.
Autor/in: Elisabeth Herrmann
Verlag: List
Umfang: 416 Seiten
Erscheinungsjahr: Augst 2007
ISBN: 978-3471795538
Preis: 19,90 €
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