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Deutsche Krimis

Krystyna Kuhn: Die Signatur des Mörders (Rezension)

© Goldmann TB
23.04.2008
Die Frankfurter Staatsanwältin Myriam Singer und ihre beiden Ermittler Ron Fischer und Henri Liebler haben es diesmal mit einem besonders perfiden Fall zu tun: Eine aus Prag stammende Balletttänzerin wird ausgepeitscht und verblutet im Ballettkleid in ihrer Wohnung aufgefunden. Einziger Hinweis für die Ermittler ist ein eingeritztes Kreuz im Nacken der Toten.

Als kurz darauf eine zweite Leiche mit dem gleichen Symbol gefunden wird, haben sie eine erste Spur. Beide Toten kannten den anerkannten Professor und Kafka-Kenner Milan Hus, der sich auch noch äußerst verdächtig benimmt. Und dann taucht bei einem Prager Antiquariat ein bisher unbekanntes Manuskript Kafkas auf, das genau diese Morde indirekt beschreibt.

Zum Kafka-Jahr 2008 ist Krystyna Kuhn ein packender Krimi gelungen, der mit den typisch „kafkaesken“, bedrückend-absurden Zügen nicht geizt: Eine ungewisse Bedrohung durch einen mysteriösen Unbekannten, der sich selbst „Der Richter“ nennt und seine Morde nach den Erzählungen des großen Prager Schriftstellers gestaltet. Neben der unheimlichen Krimi-Story schafft sie es aber auch, uns die Literatur des 1924 verstorbenen Dichters nahe zu bringen.

Einziger Minuspunkt ist der ewige Beziehungsknatsch zwischen der von Selbstvorwürfen geplagten Staatsanwältin und dem Macho-Kommissar Henri Liebler. Aber sonst: spannende Krimi-Unterhaltung zum Kafka-Jahr.

von unserer Redakteurin Silke Schröder
Autor/in: Krystyna Kuhn
Verlag: Goldmann TB
Umfang: 416 Seiten
Erscheinungsjahr: April 2008
ISBN: 978-3442465187
Preis: 8,95 €


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