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Deutsche Krimis

Susanne Mischke: Der Tote vom Maschsee (Rezension)

© Piper Verlag
18.03.2008
Die Kriminalanwärterin Julia Wedekin hat als Beste ihres Jahrgangs abgeschlossen und ist nun bei der Mordkommission Hannover eingesetzt. Gleich ihr erster Fall führt sie zu einer zwielichten Berühmtheit der Landeshauptstadt. Am Denkmal für die Opfer des Massenmörders Fritz Haarmann auf dem Stöckener Friedhof klebt eine abgeschnittene menschliche Zunge. Das dazu gehörige Opfer ist bald gefunden: Der berühmte Psychiater und Gutachter in Sexualstrafverfahren Dr. Martin Offermann treibt tot im Maschsee. Noch am Abend vorher hatte er einen Vortrag über die Typologien von Sexualstraftätern im Courtyard Marriott Hotel am Maschsee gehalten. Zusammen mit ihrem Chef Bodo Völksen, einem ambitionierten Hobby-Schäfer, ermitteln Julia und ihre neue Kollegen in alle Richtungen und haben auch bald eine Spur.

Susanne Mischke ist wieder ein spannender Krimi mit einer schönen Portion Humor und viel Lokalkolorit gelungen. Wie schon in ihrem Krimi „Liebeslänglich“ beschäftigt sie sich auch hier mit einem gesellschaftlich heiß diskutiertem Thema: Diesmal geht es um den Opferschutz in Fällen von sexueller Gewalt und das Umgehen mit Sexualstraftätern. Susanne Mischke trägt erneut dazu bei, dass die Niedersächsische Landeshauptstadt auch jenseits lauer „Tatort“-Folgen kein weißer Fleck auf der deutschen Krimilandkarte bleibt.

Freuen wir uns auf weitere Fälle ihres sympathischen Teams von der Mordkommission Hannover.

von unserer Redakteurin Silke Schröder
Autor/in: Susanne Mischke
Verlag: Piper
Umfang: 304 Seiten
Erscheinungsjahr: Februar 2008
ISBN: 978-3492051460
Preis: 14,00 €


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