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Mons Kallentoft: Mittwinterblut (Rezension)20.11.2007
Kommissarin Malin Fors und ihr Kollege Zeke Martinsson werden im klirrendkalten Linköping in Südschweden zu einem bizarren Tatort gerufen. Eine korpulente Leiche hängt nackt in einem Baum. Wie sie bald herausfinden, handelt es sich um den etwas sonderbaren Sozialhilfeempfänger Bengt Andersson. Ihre erste Spur führt sie zu einer Sekte, denn alles deutet auf einen Ritualmord hin. Doch schon bald zeigt sich, dass auch Bengts Vergangenheit einige dunkle Geheimnisse birgt.
Dass die Schweden gute Krimis schreiben können, hat sich ja mittlerweile herumgesprochen. Nun gibt es einen neuen Anwärter auf den skandinavischen Krimithron. Mons Kallentofts erstes Buch spielt, ganz nach Mankells Manier, in einem kalten und deprimierenden Februar – der Winter dauert schon lang und bis zum Frühjahr ist’s noch Monate hin. Doch Kallentofts Kommissarin Malin lässt sich davon nicht schrecken; sie ist in ihrem Beruf sehr engagiert und arbeitet couragiert. Der Fall, den sie zusammen mit ihrem Partner zu lösen hat, entpuppt sich indes als komplizierter, als anfänglich angenommen und findet schließlich durch einige originelle Wendungen zu einem überraschenden Ende. Neben der Polizeiarbeit lernen wir aber auch das Privatleben der Kommissarin kennen, die es als allein erziehende Mutter einer 14-jährigen Tochter nicht immer einfach hat. Einziges Manko in diesem sonst sehr spannend geschriebenen Krimi sind die in kursiv gesetzten Kommentare des toten Bengt, die sich durch das ganze Buch ziehen und bei der Rezensentin etwas Unverständnis hervorgerufen haben. Insgesamt aber ein schöner neuer Schweden-Krimi – ideal für lange Winterabende. von unserer Redakteurin Silke Schröder Autor/in: Mons Kallentoft
Verlag: Wunderlich
Umfang: 480 Seiten
Erscheinungsjahr: September 2007
ISBN: 978-3805208444
Preis: 19,90 €
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