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Anastacia: Heavy Rotation

© Mercury (Universal)
17.11.2008
Passend zum Erscheinen des vierten Albums offenbart Anastacia, dass sie mit ihrem Alter um sechs Jahre geschwindelt hat. In welche Richtung ist klar und so wird unser Respekt vor dem Fotografen des Albumcovers nur noch grösser. Denn dort findet sie sich als weichgezeichnete Frau ohne Ecken und Kanten. Und leider klingt "Heavy Rotation" genau so.

Mit einer Armada an grossen Produzenten/Songschreibern wie Guy Chambers, Ne-Yo, Rodney Jenkins oder JR Rotem klingt sie nach austauschbarem Radiofutter ohne Substanz. Gerade gehört und schon wieder vergessen. Da geht auch ihre ausdruckstarke Stimme völlig unter. Das Album hat weniger Power als die vorhergehenden und nur selten blitzt ihre Klasse auf wie bei dem Midtempo - Ohrwurm "I Feel Fine" oder der Ballade "You`ll Be Fine". Die Anbiederung an HipHop-Beats ("Defeated") oder an Neo-Soul alà Duffy mit "Way I See It" ist deplatziert und ganz schlimm ist der überproduzierte Powerpop von "All Fall Down".

Im Interesse vieler Radiohörer sei gewünscht, das dieses Album bitte nicht auf Heavy Rotation geht.

Kritik von unserem Redakteur Martin Oehri

Erscheinungsdatum: 24.10.2008
Label: Mercury (Universal)


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