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Nick Hornby: A long way down (Kritik)15.08.2005
von unserer Redakteurin Silke Schröder Vier Selbstmordkandidaten treffen sich in der Sylversternacht zufällig auf einem Londoner Hochhausdach. Martin Shaw, ein arroganter zweitklassiger Fernsehmoderator, dem seine Vorliebe für Minderjährige zum Verhängnis geworden ist. J.J., der nicht nur seine glücklose Band, sondern gleich auch noch seine Freundin verloren hat. Maureen, eine 51jährige, die seit 20 Jahren ihren schwerstbehinderten Sohn betreut. Und schließlich die 18jährige Jess, Tochter eines Labour-Abgeordneten, stets mit großer Klappe und einem erstaunlichem Alkoholkonsum. Vor ihrem Sprung kommen die Vier ins Gespräch und beschließen, noch bis zum Valentinstag zu warten. Sie bilden eine Schicksalsgemeinschaft, die in ihren vielen Gesprächen nie harmonisch, aber stets ehrlich ist. Das neueste Werk von Nick Hornby (High Fidelity, About a boy) ist urkomisch und mit viel schwarzem Humor gespickt, ohne dass es ihm je an Ernsthaftigkeit gegenüber dem Thema fehlt. Im Gegenteil: Seine Figuren wirken ebenso individuell wie authentisch. Das Hörspiel zum Roman ist zwar um ein Drittel gekürzt, macht aber vom ersten Kapitel an Spaß. Die vier Sprecher passen hervorragend zu den Charakteren; vor allem Julia Hummer und Hille Darjes überzeugen als Jess und Maureen. Indem sie nicht nur ihr eigenes verkorkstes Handeln, sondern auch das der anderen kommentieren, entsteht ein sarkastisch-buntes, aber niemals moralisches Charakterbild von vier Menschen mit allzu menschlichen Problemen. Eine Perle für jeden Hörspiel-Fan. Die Sprecher und Sprecherinnen: Julia Hummer, Hille Darjes, Andreas Petri, Stefan Kaminski Autor/in: Nick Hornby
Verlag: Dhv der Hörverlag
Umfang: 320 min.
Erscheinungsjahr: Juli 2005
ISBN: 978-389940592-7
Preis: 20,00 €
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