|
|
Fred Vargas: Der vierzehnte Stein (Buchkritik)18.04.2005
von unserer Redakteurin Silke Schröder
Kommissar Jean - Baptiste Adamsberg leitet die Mordkommission in einem Pariser Stadtteil. Dort hat er mit seinen ungewöhnlichen Methoden und seinem philosophischen Scharfsinn großen Erfolg. Aber Adamsberg hat einen privaten ungelösten Fall, an dem er schon seit dem Beginn seiner Karriere zu knabbern hat: Sein Bruder soll als Jugendlicher seine eigene Freundin ermodert haben. Doch die Indizien sprechen für einen Serienmörder, denn nicht nur in diesem Fall wurde das Opfer mit einer dreizackigen Heugabel aufgefunden, während sich der angebliche Täter an nichts erinnern konnte. Und genau nach diesem Tatvorgang werden nun nach Jahren wieder Opfer aufgefunden. Für Adamsberg steht fest, dass es sich um den gleichen Täter handelt, einem angesehen Richter. Doch der ist seit sechzehn Jahren tot. Das hält den Kommissar jedoch nicht davon ab, weiter in diese Richtung zu ermitteln. Bis er auf einer Fortbildungsreise im französisch sprechenden Kanada selbst vom Jäger zum Gejagten wird. Man muss ihn schon mögen, den eigenwilligen Stil der französischen Archäologin und Krimiautorin Fred Vargas. Wer es nicht tut, verpasst etwas: Die überzeugende Darstellung ihres Helden etwa, der mit ungewöhnlicher Intuition und tiefgründigen Gedanken die Fälle aufrollt. Oder ihre bestechende Logik in der Auflösung des Rätsels. Oder die besonderen Charaktere der Nebenfiguren, die die Story mehr zu einer Fallstudie menschlichen Schicksals als nur zu einem analytischen Krimi werden lassen. Auch die kulturellen und sprachlichen Unterschiede zwischen den französischen Kriminalisten und ihren kanadischen Kollegen beschreibt Vargas mit einem sehr amüsanten Augenzwinkern. Alles in allem also ein spannender und unwiderstehlicher Roman, wenn auch leider die Übersetzung an manchen Stellen etwas hakt. Autor/in: Fred Vargas
Verlag: Aufbau
Umfang: 480 Seiten, gebunden
Erscheinungsjahr: 2005
ISBN: 978-335103030-8
Preis: 22,90 €
Das könnte Ihnen auch gefallen:
Fred Vargas: Fliehe weit und schnell (Kritik)Fred Vargas: Die dritte Jungfrau (Kritik) Fred Vargas: Vom Sinn des Lebens, der Liebe und dem Aufräumen von Schränken (Buchkritik) Jean-Claude Izzo: Die Marseille-Trilogie (Kritik) Polina Daschkowa: Der falsche Engel (Rezension) Polina Daschkowa: Russische Orchidee (Rezension) Anna Gavalda: Zusammen ist man weniger allein (Kritik)
Weitere Tipps aus dieser Rubrik:
Jugend |
Regional |
Unterhaltung |
Reisen |
Gesundheit |
Haus & Garten
Impressum | Disclaimer | Kontakt Sitemap Jugend:
News | Wir über uns | Top Themen | Angesagt | Schule | Wissen | Sport | Brennpunkt | Entertainment | Top 5 Gelbe Seiten Sitemap Gesundheit:
Beauty | Neues aus der Welt der Gesundheit | Psychologie | Wellness | Was ist eigentlich...? | Ernährung | Bücher & Medien | Top 5 Gelbe Seiten Sitemap Haus & Garten:
Aktuelles | Bauen und Renovieren | Wohnen | Unter freiem Himmel | Kräuter-ABC | Maschinen und Handwerkzeug | Bücher & Medien | Veranstaltungen | Top 5 Gelbe Seiten © 2012 Themenguide.de - Musik, Bücher, Spiele
|