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Buchkritik: Die Kinder des Dschinn

22.10.2004
Von unserer Redakteurin Katrin Ruß

Wer sich Dschinn bisher als Fabelwesen vorgestellt hat, die die meiste Zeit ihres Lebens in Flaschen zubringen, sonst eine eher rauchförmige Gestalt haben und heute als ausgestorben gelten, wird in diesem Buch eines Besseren belehrt. Zunächst unterscheiden sich nämlich junge Dschinn und Menschenwesen kaum voneinander. So kann es sein, dass ein junger Dschinn lange Zeit seine Besonderheit gar nicht bemerkt. Erst wenn die Weisheitszähne viel zu früh durchbrechen, entfalten sich mit ihnen auch die besonderen Fähigkeiten.

Ist doch toll, denkt ihr vielleicht. Die Mutter von John und Phillipa sieht das anders. Sie sieht eine Menge Probleme auf die beiden zukommen. Und die erscheinen ihnen auch alsbald in Person ihres Onkels Nimrod, der sie in ihrer Narkose aufsucht, um sie zu sich nach London einzuladen.

Dort werden sie eingeführt in die Geschichte und die uralten Kräfte und Kenntnisse der Dschinn. Und schon bald sind sie verwickelt in die haarsträubendsten Abenteuer, die sie über Kairo bis an den Nordpool führen. Sie lernen, dass nicht alle Dschinn ihre Macht zum Guten einsetzen und es ihnen nur mit Weisheit und Mut gelingen kann, ihre Kraft gut zu gebrauchen. Und das müssen sie, um die 70 verschwundenen Dschinn des Pharaos Akhenaten zu finden, denen nicht nur ihr Onkel Nimrod auf der Spur ist.

P. B. Kerr ist es gelungen, ein ausgesprochen phantasievolles, witziges und spannendes Abenteuerbuch für Kinder zu schreiben, dass zwar thematisch Ähnlichkeiten mit Potter & Co. aufweist, dennoch aber eine ganz eigene Geschichte erzählt.

Lesenswert!

Autor: P. B. Kerr
Übersetzung: Johanna Ellsworth
Verlag: Friedrich Oetinger
Seiten: 379 Seiten
Erscheinungsjahr: 2004
ISBN: 3-7891-4020-1
Preis: 14,90 EUR


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