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Ian Rankin: Die Kinder des Todes (Buchkritik)20.12.2004
Von unserer Redakteurin Silke Schröder
In seinem 14. Fall kommt es knüppeldick für Detective John Rebus und seine Mitarbeiterin Siobhan Clarke. Drei erschossene Schüler in einer Edinburger Privatschule. Der Täter, ein ehemaliger Soldat, tötet sich nach der Tat selbst. Die Suche nach dem Täter können sich die Polisten diesmal sparen, denn es geht nicht um das "wer", sondern um das "warum". Und nicht nur Rebus und Clarke beschäftigen sich mit dieser Frage. Auch die Militärpolizei zeigt gesteigertes Interesse an dem Mord. Ging es hier um private Dinge oder gibt es etwa eine Verbindung zwischen dem Amoklauf und den superharten Militäreinsätzen des Elitesoldaten? Zu allem Überfluss muss sich John Rebus nebenbei auch noch mit seiner drohenden Suspendierung herumärgern, denn er soll einen Kleinkriminellen ermordet haben, der seine Mitarbeiterin belästigte und verfolgte. Die Kinder des Todes, im Original "A question of blood", ist ein Krimi mit einer sehr klassischen Rollenverteilung. Im Mittelpunkt steht Detective John Rebus, ein Inspektor, der seine Gefühle hinter einer coolen Fassade versteckt und der seine eigenen Methoden zur Aufklärung von Fällen hat. Er ist ruppig, aber auch charmant und missachtet auch gern mal den Dienstweg. Detective Siobhan Clarke hingegen ist eine zuverlässige Mitarbeiterin, die sich ums Essen und um die Getränke kümmert, die dem Helden immer zur Seite steht und die natürlich aus einer Lebensgefahr gerettet werden muss. Leider durchbricht der Autor dieses Schema sehr selten. Wer sich daran aber nicht stört und nur einen guten Krimi mit einem überraschenden Ende lesen möchte, ist hier an der richtigen Adresse. Ein spannender Handlungsbogen, diverse Nebenhandlungen und einige unerwartete Wendungen sind die Zutaten zu diesem Buch, mit dem sich die restlichen Winterabende unterhaltsam vertreiben lassen. Autor/in: Ian Rankin
Verlag: Goldmann
Erscheinungsjahr: August 2004
Preis: 22,90 €
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