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Buchkritik: SommernachtstodKjell Ola Dahl21.10.2002
Von unserer Redakteurin Katrin RußZwei neue skandinavische Detektive lösen in diesem Buch ihren ersten Fall. Sie kommen aus Oslo. Der eine, Gunnarstranda, ist ein in sich gekehrter Mensch. Er unterhält sich mehr mit seinem Goldfisch Kalfatrus als mit seinen Kollegen, ist nervös und spröde. Das macht es für FrØhlich, seinen Partner, manchmal schwer, mit „dem Alten“ auszukommen. Zudem muß er seine putzwütige Mutter ertragen und die Balance zwischen seiner Arbeit, die ihn bis an die Grenzen fordert und seiner Freundin herzustellen, ist auch alles andere als leicht. Dennoch müssen die sehr unterschiedlichen Männer eng miteinander zusammen arbeiten, um dem Geschehen einer Sommernacht auf den Grund zu kommen, das als ausgelassenes Sommerfest beginnt und mit dem qualvollen Tod einer jungen Frau endet. Auf der Suche nach dem Mörder sehen sich Gunnarstranda und FrØhlich einer Vielzahl von Verdächtigen gegenüber. Das Dickicht aus Hinweisen und Verdächtigen scheint undurchdringlich. Manche Spur, die verheißungsvoll erscheint, verläuft sich im Nichts. Ihnen bleibt als Weg nur, immer tiefer in die Geschichte des Opfers einzudringen. Eine Geschichte, die sie zu einem weiteren Verbrechen führt. Der Leser begleitet die Männer durch ihr immer drängender werdendes Suchen und Fragen. Je mehr sie von der Persönlichkeit des Opfers gefangen werden, um so mehr wird die Frage nach dem wahrhaften Täter zur Passion, die sie nicht mehr los läßt. Dabei baut sich die Spannung durch die Geschichte auf. Stück für Stück fügen sich Details zusammen. Auch die Personen der Kommissare nehmen im Verlauf mehr und mehr an Gestalt an. Werden vertraut – und lassen hoffen, dass man ihnen bald bei einem neuen Fall wieder begegnen kann. Autor: Kjell Ola Dahl Aus dem Norwegischen von: Kerstin Hartmann-Butt Verlag: Ehrenwirth – Verlagsgruppe Lübbe Gebundene Ausgabe; 475 Seiten Erscheinungsjahr: 2002 ISBN: 3-431-03425-X Preis: 19,90 EUR Kjell Ola Dahl wurde 1956 in Norwegen geboren. Er gab im Jahr 2000 seinen bürgerlichen Beruf endgültig auf, um sich ganz dem Schreiben zu widmen. Sommernachtstod wurde in Norwegen ein großer Erfolg, der 2001 mit dem angesehenen Riverton-Krimi-Preis belohnt wurde.
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