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Leena Lehtolainen: Wie man sie zum Schweigen bringt (Buchkritik)![]()
19.01.2005
Von unserer Redakteurin Silke Schröder
Der Stadtverordnete und bekennende Schwule Petri Ilveskivi wird in Helsinkis Stadtteil Espoo erschlagen aufgefunden. Der Täter ist schnell gefasst, doch damit ist der Fall leider nicht erledigt. Die Sache sieht nach einem Auftragsmord aus. Stecken Rechtsradikale hinter der Bluttat oder ist der Auftraggeber gar im Umfeld der Stadtverwaltung zu suchen? Als die toughe Hauptkommissarin Maria Kallio eine heiße Spur verfolgt, wird sie überraschend ausgebremst: Plötzlich soll der Fall als geklärt zu den Akten gelegt werden. Damit ist natürlich ihre Neugierde geweckt. Als auf Kallio auch noch ein Brandanschlag verübt wird, macht sie auf eigene Faust weiter, um den Drahtzieher zu finden. Im Gegensatz zur melancholischen und düsteren Stimmung vieler skandinavischer Krimis ist dies ein erfrischender Beweis, dass es auch anders geht. Leena Lethanainen lässt ihre Heldin Maria Kallio auch in ihrem fünften Fall wieder engagiert und mit viel Herz und Verstand ermitteln. Ohne den Spannungsbogen zu verlassen, erhalten wir realistisch anmutende Einblick in die Routine der täglichen Polizeiarbeit und die Aufgaben einer Hauptkommissarin. Und zumindest die Kommissarin Kallio hat neben dem Beruf auch ein Privatleben, von dem wir ebenso erfahren, wie von den Eigenheiten des finnischen Frühlings, der gut organisierten Kinderbetreuung oder den Konflikten zwischen Unternehmern und Naturschützern in dem kleinen Nordstaat. Dies und die kleinen Querverweise auf die früheren Fälle der Kommissarin Kallio machen Appetit auf weitere Krimis von Leena Lethanainen – nicht nur bei Skandinavien-Fans! Autor/in: Leena Lehtolainen
Verlag: Kindler
Erscheinungsjahr: Januar 2005
ISBN: 978-346340466-0
Preis: 19,90 €
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