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Carlos Ruiz Zafón: Der Schatten des Windes (Kritik)25.11.2005
von unserer Redakteurin Silke Schröder Mit 10 Jahren wird Daniel Semperes von seinem Vater in das Geheimnis des Friedhofs der vergessenen Bücher eingeweiht. In dieser geheimnisvollen Bibliothek im Herzen des Nachkriegs-Barcelonas soll sich der Junge einen Band aus den vielen Regalen vergessener Literatur heraussuchen. Seine Wahl fällt auf einen Autor aus seiner Stadt, der auf mysteriöse Weise verschwunden ist. Mit dieser Wahl verändert sich Daniels Leben. Aus Neugier versucht er etwas über den Schriftsteller zu erfahren und gerät immer mehr in den Sog einer geheimnisvollen und bedrohlichen Geschichte, in der er und der verschollene Autor die Hauptpersonen sind. Tragische Liebesgeschichten, verpasste Chancen, Rache und Leidenschaft sind die Zutaten dieser ebenso spannenden wie rätselhaften Geschichte. Einmal eingetaucht in die beiden Barcelonas der 30er und der 50er Jahre, ist dieser Schmöker so mitreißend, dass man das Buch selbst nach der letzten gelesenen Seite nicht aus der Hand nehmen will - und sich ein bisschen so fühlt wie der junge Daniel, der seinen „Schatten des Windes“ auch gegen alle Widrigkeiten verteidigt hat. Einer der schönsten Romane der letzten Jahre Carlos Ruiz Zafón wurde am 25. September 1964 in Barcelona geboren. Als Kind besuchte er die Jesuitenschule Sarrià. 1993 erhielt er für seinen ersten Roman »El príncipe de la niebla« (deutsch »Der Fürst des Nebels«, 1996) den Edebé-Jugendliteraturpreis. Seit 1994 lebt er in Los Angeles. Er arbeitet als Drehbuchautor und schreibt für die spanischen Tageszeitungen »El País« und »La Vanguardia«. Autor/in: Carlos Ruiz Zafon
Verlag: Suhrkamp
Umfang: 527 Seiten
Erscheinungsjahr: August 2005
ISBN: 978-351845800-6
Preis: 9,90 €
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