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Deon Meyer: Der traurige Polizist (Kritik)

01.11.2005
von unserer Redakteurin
Silke Schröder

Der 34-jährige Mat Joubert ist ein übergewichtiger Polizist in Kapstadt, der nach dem Tod seiner Frau sich und seinen Job vernachlässigt hat. Als sein neuer Chef ihn vor die Wahl stellt, entweder sein Leben umzukrempeln, Sport und Diät zu machen oder entlassen zu werden, besinnt er sich eines besseren. Und das ist auch gut so, denn es wird nicht nur die Kapstädter Premier Bank von einem höflichen Bankräuber mit immer neuen Überfällen geplagt, sondern es geht auch ein Serienmörder um, der seine Opfer mit der immer gleichen, sehr alten Pistole erschießt. Der Moloch Kapstadt hat genügend Arbeit für Mat.
Deon Meyers Krimi zeigt die alltägliche Arbeit, aber auch die Probleme vieler südafrikanischer Polizisten mit unregelmäßigen Arbeitszeiten, schlechter Ernährung, dem psychologischen Druck und einer immens hohen Kriminalität. So schwierig wie Südafrikas Wandel von einem Apartheidsregime in eine funktionierende Demokratie, so mühsam gestaltet sich auch die Modernisierung der veralteten Methoden des Polizeiapparats. Ein spannender Krimi mit einem sympathischen Helden und vielen interessanten Details über das Land Nelson Mandelas.

Deon Meyer, Jahrgang 1958, gilt als einer der erfolgreichsten Krimiautoren Südafrikas. Er begann als Journalist zu schreiben und veröffentlichte 1994 seinen ersten Roman. Mit seiner Frau und vier Kindern lebt er in Melkbosstrand.
Autor/in: Deon Meyer
Verlag: Aufbau Tb
Umfang: 452 Seiten
Erscheinungsjahr: Oktober 2005
ISBN: 978-374662170-8
Preis: 9,95 €
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