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Matilde Asensi: Der verlorene Ursprung (Kritik)24.04.2006
von unserer RedakteurinSilke Schröder Eigentlich geht es dem Informatiker und Hacker Arnaud Queralt in seiner Penthousewohnung in Barcelona sehr gut. Seine Softwarefirma läuft ausgezeichnet, seine Wohnung ist mit dem neuesten technischen Schnickschnack ausgestattet. Als sein Bruder Daniel, der als Anthropologe an der Universität arbeitet, in ein mysteriöses Koma fällt, ändert sich für Arnaud jedoch einiges. Daniel war einer geheimnisvollen, scheinbar ausgestorbenen Sprache auf der Spur, die unter Fachleuten als die vollkommene Sprache gilt. Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Koma und der Sprache, die Daniel studierte? Arnaud macht sich zusammen mit zwei Freunden und einer Archäologin auf den Weg nach Bolivien, um dem Geheimnis auf die Spur zu kommen und ein Mittel gegen Daniels Krankheit zu finden. Matilde Asensis neuer Roman ist ein wahrer Fundus an Spannung und Wissen. Gekonnt verflechtet sie die Geschichte um den Informatiker Arnaud mit vielen Hintergrundinformationen über die spanische Conquista, die faszinierende Kultur der Inkas und die verschiedenen Theorien zum Ursprung der Sprachen. Im Mittelpunkt steht das Leben und Sterben der Inkas, deren Kultur mit dem Einmarsch der Spanier ein schnelles Ende fand. Oder etwa nicht? Eine spannende Story gekoppelt mit geschichtlichem Background – was kann man von einem Roman mehr erwarten? Sehr empfehlenswert.
Matilde Asensi wurde 1962 in Alicante geboren, schrieb und arbeitete nach dem Journalismusstudium für Rundfunk und Printmedien. Bereits ihr Debut El salón de ámbarIacobus und Wächter des Kreuzes brachten ihr den Durchbruch und waren internationale Bestseller.
Autor/in: Matilde Asensi
Verlag: List
Umfang: 560 Seiten
Erscheinungsjahr: Februar 2006
ISBN: 978-347177044-3
Preis: 19,95 €
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