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Dan Brown: Diabolus (Buchkritik)03.05.2005
Von unserer RedakteurinSilke Schröder Susan Fletcher ist eine junge, intelligente und sehr attraktive junge Frau, die dank ihrer enormen mathematischen und logischen Fähigkeiten in der geheimsten Organisation der USA, dem NSA, als Kryptologin und Computerspezialistin arbeitet. Mit dem hoch spezialisierten Computer „transltr“ entschlüsselt sie komplizierte Texte. Die Bösen dieser Welt, die sich mit geheimen Codes in Emails und Faxen austauschen, werden mit „transltr“ enttarnt. Doch eines Tages geschieht das Unfassbare: im best gehütesten Geheimnis der USA steckt der Wurm. Ein unbekanntes Programm namens „Diabolus“ schleicht sich in „transltr“ ein und zerstört langsam dessen Firewall. Ein Kampf gegen die Zeit beginnt, denn ohne diesen Schutz, können alle Hacker dieser Welt an die geheimsten Daten des Staates gelangen. Susans Freund, der Universitätsprofessor David Becker wird nach Sevilla geschickt, um einem verdächtigen ehemaligen NSA-Mitarbeiter das Passwort zu entlocken und „Diabolus“ zu stoppen. Dan Browns viertes in Deutschland erschienenes Buch ist eigentlich sein erstes. In Amerika schon 1998 heraus gekommen, merkt man ihm deutlich an, dass der technische Fortschritt mittlerweile ein paar Schritte weiter gegangen ist. Aber das ist es nicht allein, was dem Buch fehlt, um ein richtig guter Thriller zu sein. Zu einfallslos und durchschaubar ist die Geschichte, zu einfach der Plot. Browns Stärken liegen eindeutig eher in der populistischen Aufarbeitung von Geschichtlichem. Doch spannende Historie wie in Sakrileg oder Illuminati blitzt in diesem Roman leider viel zu selten auf. Und vielleicht fällt es auch im „alten Europa“ das Entsetzen etwas geringer aus, wenn sich das mächtigste Land der Welt im Kampf gegen das Böse fast ein kleines technisches Eigentor schießt. Spannend? – Ja. Aber nur für hartgesottene Dan Brown Fans ein unbedingtes Muss. Autor/in: Dan Brown
Verlag: Lübbe
Erscheinungsjahr: 21. Februar 2005
ISBN: 978-378572194-0
Preis: 19,90 €
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