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Elia Barcelo: Das Rätsel der Masken (Kritik)

15.09.2006
von unserer Redakteurin
Silke Schröder

Der Literaturdozent Ariel Lenormand arbeitet an einer Biografie über den berühmten Schriftsteller Raúl de la Torre, der in Paris gelebt hat - bis er vor rund 10 Jahren Selbstmord beging. Unterstützt wird Ariel von Raúls ehemaligem Verleger André. Peu à peu nähert er sich dem Leben Raúls an und kommt dabei einigen Geheimnissen auf die Spur. Als er Amelia, die Ex-Frau Raúls kennen lernt, kommt neben der Arbeit auch noch die Leidenschaft ins Spiel. Aber je tiefer er in Raúls Biografie eintaucht desto mehr Ungereimtheiten treten zu Tage. Was ist damals tatsächlich passiert - und gibt es immer nur eine einzige Wirklichkeit?

Mit „Das Rätsel der Masken“ ist Elia Barcelo ein unterhaltsamer Roman gelungen. Angesiedelt im Pariser Intellektuellen-Milieu der 50er bis 70er Jahre und in der heutigen Zeit schreibt sie über Vertrauen und Verdacht, über Hass und Leidenschaft. Wer „Schatten des Windes“ von Carlos Ruiz Zafon mag, ist hier genau richtig. Nicht unbedingt tiefgründiger, aber gefälliger Lesestoff für leichte Stunden.
Elia Barceló, geboren 1957 in Elda bei Alicante, lebt seit vielen Jahren in Innsbruck, wo sie an der Universität spanische Literatur unterrichtet. Sie ist mit einem Österreicher verheiratet und hat zwei Kinder.
Autor/in: Elia Barcelo
Verlag: Piper Verlag
Umfang: 528 Seiten
Erscheinungsjahr: August 2006
ISBN: 978-349204842-2
Preis: 22,90 €
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