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Fred Vargas: Die dritte Jungfrau (Kritik)

27.02.2007
von unserer Redakteurin
Silke Schröder

Kommissar Adamsberg hat sich in Paris ein kleines Häuschen zugelegt. Leider glaubt sein etwas verschrobener spanischer Nachbar, dass in dem Gebäude Geister umgehen. Und dies ist nicht der einzige Spuk, mit dem sich Adamsberg auseinandersetzen muss.

Bei einer Reise in die Normandie stößt er zufällig auf Hirschkadaver, deren Herzen herausgerissen wurden. In Paris werden zwei junge Männer ermordet aufgefunden, die merkwürdige Erde unter ihren Fingernägeln haben. Und dann gibt es noch den Neuen, einen jungen Polizisten, der ausgerechnet aus der gleichen gottverlassenen Gegend kommt, wie Adamsberg selbst. So viele Zufälle kann es nicht geben, sagt sich der Kommissar und fängt an, auf die ihm eigene Art zu ermitteln.

Fred Vargas neues Buch hat wieder alles, was ein guter Thriller braucht: einen packenden Plot, viele schräge Dialoge, poetische Fantasien und ein Ermittlerteam, das in seiner Perfektion und Schrulligkeit kaum etwas mit der Realität zu tun hat. Da gibt es den notorischen Dauerschläfer, den reimenden Jungpolizisten, den intellektuellen Alleswisser und nicht zuletzt den Oberkommissar, der die Fäden mehr durch Intuition als durch akribische Kleinarbeit zusammenhält.

Fred Vargas verzaubert uns in ihrem neuen Roman durch Spannung, literarischen Einfallsreichtum und kriminologische Raffinesse. Ein Muss für alle Fans und die, die es durch diesen Roman bestimmt werden.
Fred Vargas wurde 1957 geboren. Sie lebt in Paris und hat einen zehnjährigen Sohn. Sie schreibt fast ausschließlich in den Ferien.
Autor/in: Fred Vargas
Verlag: Aufbau-Verlag
Umfang: 480 Seiten
Erscheinungsjahr: Februar 2007
ISBN: 978-3351032050
Preis: 19,95 €


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