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Henning Mankell: Der Chinese (Rezension)

17.06.2008
In der Nacht zum 13. Januar 2006 werden in dem nordschwedischen Örtchen Hesjövallen fast alle Einwohner brutal niedergemetzelt. Die Polizei hat schnell einen Verdächtigen. Doch die im weit entfernten Helsingborg lebende Richterin Brigitta Roslin, die selbst Verwandte bei dem Massaker verlor, glaubt nicht an einen einsamen, wahnsinnigen Mörder. Auf eigene Faust stellt sie Ermittlungen an, die sie nicht nur nach Nordschweden, sondern bis ins ferne China führen und bald auch ihr eigenes Leben gefährden.

Was wie ein atemberaubender Thriller á la Mankell anfängt, entwickelt sich bald zu einem ebenso historisch-spanndenden wie aktuell-brisanten Roman rund um die chinesische Geschichte und Gegenwart.

Mankell spannt dabei einen Bogen von den sklavischen Lebensbedingungen der chinesischen Leiharbeiter beim amerikanischen Eisenbahnbau des 19. Jahrhunderts bis hin zu den aktuellen politischen Strömungen in einem Land zwischen Kommunismus und knallhartem Kapitalismus.

Wer sich im olympischen Jahr für das Gastgeberland China interessiert, findet hier mehr als nur einen spannenden Thriller.

von unserer Redakteurin Nadine Jerke
Autor/in: Henning Mankell
Verlag: Zsolnay
Umfang: 407 Seiten
Erscheinungsjahr: Mai 2008
ISBN: 978-3552054363
Preis: 24,90 €


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