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Ilkka Remes: Ewige Nacht (Kritik)

06.10.2005
von unserer Redakteurin
Silke Schröder

Der Finne Timo Nortamo ist seit einigen Jahren in einer speziellen EU-Polizeieinheit in Brüssel tätig. Als sich in Deutschland und Finnland die Überfälle auf Geldtransporter mehren, kommt er einer radikalen Umweltgruppe auf die Spur, die einen ungeheuren Plan verfolgt. Bis in die Tiefen der demokratischen Republik Kongo reicht die Spur der Organisation, und als Timo hinter das Geheimnis ihrer Unternehmung kommt, ist es fast schon zu spät. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt.

Ilkka Remes Thriller trägt den Leser ohne jedes Spannungstief von der ersten bis zur letzten Seite . Dabei fehlt einem im Fortgang der Geschichte manchmal schon fast ein kleiner Holperstein - zu perfekt nimmt der Plan der Bösewichter seinen Lauf. Zugleich versteht es Remes, aktuelle Entwicklungen in seine Story einfließen zu lassen. Informativ, sehr gut recherchiert und erschütternd sind auch seine geschichtlichen Abrisse über die belgische Kolonialgeschichte im Kongo. Fazit: Eine spannende Unterhaltung, gerade wenn es nebenbei noch so viel Wissenswertes zu erfahren gibt.

Ilkka Remes wurde 1962 im südostfinnischen Seengebiet geboren, in der Nähe der sowjetischen Grenze. Er hat in Finnland mehrere renommierte Preise bekommen, u. a. den Kalevi-Jäntti-Preis, den Preis der Finnischen Krimigesellschaft und den Literaturpreis der Olvi-Stiftung.
Autor/in: Ilkka Remes
Verlag: Dtv premium
Umfang: 420 Seiten
Erscheinungsjahr: Oktober 2005
ISBN: 978-342324498-5
Preis: 14 €
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