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Isabel Abedi: Isola (Rezension)30.01.2008
von unserer RedakteurinSilke Schröder Für einen Film werden 12 Jugendliche aus Deutschland gecastet, die drei Wochen auf einer einsamen Insel vor Brasilien verbringen sollen, unter ihnen auch die 17-jährige Vera. Auf dem Eiland sind überall Kameras versteckt, und in guter „Agatha Christie“-Manier soll das „Mörder und Opfer“-Spiel gespielt werden: Einer aus der Gruppe gibt den Mörder und muss sich Opfer suchen, in dem er sie unverletzt in einen bestimmten Raum bringt. Doch was anfänglich wie ein großes Abenteuer mit viel Spaß beginnt, mutiert schon bald zum Alptraum, als der erste echte Tote gefunden wird. Gibt es einen wirklichen Mörder in der Gruppe oder sind sie doch nicht allein auf der Insel? „Big Brother“ und das „Dschungelcamp“ lassen grüßen - so jedenfalls klingt auf den ersten Blick die Story des neuen, überaus spannenden Jugendromans von Isabel Abedi. Doch hinter dem Insel-Abenteuer steckt viel mehr. Der Autorin ist es gelungen, einen atmosphärisch dichten Jugendthriller zu schreiben. Die Figuren sind interessant und lebendig und auch die Handlung verkümmert nicht, wie bei den inszenierten Reality-Shows. Eher erinnert der Roman an den Klassiker „Lord of the flies“, obwohl die Jugendlichen hier freiwillig auf der Insel sind. Schnell werden auch hier Strukturen von Anführern und Mitläufern in der Gruppe erkennbar. Besonders die Geschichte von Vera, die eigentlich aus den Favelas, den Slums von Rio de Janeiro stammt, ist eindringlich erzählt. Einige überraschende Wendungen und eine kleine Liebesgeschichte runden die packende Story ab. Spannung pur für Jugendliche und Junggebliebene. Autor/in: Isabel Abedi
Verlag: Arena
Umfang: 328 Seiten
Erscheinungsjahr: 2007
ISBN: 978-3401060484
Preis: 14,95 €
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