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Jo Nesbö: Das fünfte Zeichen (Kritik)

20.02.2006
von unserer Redakteurin
Silke Schröder

Den Polizisten Harry Hole hat der Tod seiner Kollegin sehr mitgenommen. Noch immer glaubt er, dass sie einem Waffenschmuggel auf der Spur war, dessen Drahtzieher im eigenen Kollegium zu finden ist. Da er aber keinerlei Beweise findet, ertränkt er seinen Frust im Alkohol und steht kurz vor der Entlassung. Doch dann passieren mehrere Morde im hochsommerlichen Oslo. Immer sind es junge Frauen und immer fehlt ihnen ein Finger der linken Hand. So bekommt Harry eine letzte Chance: trocken bleiben und den Täter finden. Allerdings ist mit Tom Waaler genau jener Mann mit im Team, den er verdächtigt, hinter dem Waffenschmuggel und dem Mord an seiner Kollegin zu stehen.

Dass aus Norwegen sehr packende Krimis kommen, wissen wir spätestens seit Anne Holt. Und so ist auch das neue Buch von Jo Nesbö mit seinem Antihelden Harry Hole wieder ein Sahnestückchen unter den Thrillern. Zwar ist das Thema Serienmord schon etwas abgegessen, doch Jo Nesbö weiß uns mit seinem Handlungsbogen zu überraschen. Gekonnt erweckt er seine Protagonisten zum Leben und spielt zugleich mit gängigen Vorurteilen. Auch das hochsommerliche Oslo wird so anschaulich beschrieben, dass die packende Spannung bis zur letzten Seite anhält.
Autor/in: Jo Nesboe
Verlag: Claassen Verlag
Umfang: 496 Seiten
Erscheinungsjahr: Februar 2006
ISBN: 978-354600397-1
Preis: 19,95 €
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