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Karen Duve: Keine Ahnung (Rezension)

gelesen von Katharina Wackernagel


28.08.2007
von unserer Redakteurin
Silke Schröder

„Keine Ahnung“ hat die Apothekerstochter, wie ihr Leben nach dem Abitur aussehen soll. Ihr ist das „sein“ schon zu viel, sie will nicht auch noch etwas werden. Lieber schmeißt sie ein paar Tabletten ein und geht in die Diskothek zum abtanzen. Die Jungs denken, sie ist leicht zu haben und das ist ihr nur recht. Die Heldin will etwas erleben.

Die Erzählung „Keine Ahnung“ ist schon 1999 im Suhrkamp-Verlag erschienen, aber sie hat nichts von ihrer Intensität eingebüßt. Karen Duve erzählt in ihrer typisch lakonischen Art, wie wir es aus „Regenroman“ und „Dies ist kein Liebeslied“ kennen, vom Leben einer Jugendlichen am Anfang der 80er Jahre. Sätze wie „Mein Vater sagte Zukunft und meinte Rente“, spiegeln das Gefühl der damaligen „no future“-Generation sehr gut wieder. Und dieses Gefühl zieht sich durch die ganze Erzählung.

Katharina Wackernagel liest die Story sehr authentisch und mit genau dem richtigen Funken Lebensgefühl.

Ein tolles Hörbuch von zwei Klasse-Frauen.
Autor/in: Karen Duve
Verlag: Eichborn
Umfang: 1 CD
Erscheinungsjahr: August 2007
ISBN: 978-3821854595
Preis: 12 €


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