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Polina Daschkowa: Der falsche Engel (Rezension)28.09.2007
von unserer RedakteurinSilke Schröder Julia arbeitet erfolgreich als Schönheitschirurgin in Moskau. Nachdem sie das Gesicht des Popsternchen Angela wieder hergestellt hat, die von ihrem terroristischen tscheschenischen Freund brutal zusammengeschlagen worden ist, erhält sie einen Auftrag vom russischen Geheimdienst: Sie soll dem mysteriösen Offizier Sergej ein neues Gesicht geben. Die Vorlage für das neue Outfit liefert ausgerechnet der zwielichtige Unternehmer Stas, der wiederum von Unbekannten bedroht wird und ein Verhältnis mit Angela haben soll. Leider erhält auch Julia schon bald nach der Operation Drohanrufe. Sind alle diese Geschehnisse nur Zufall, oder zieht hier jemand im dunklen Moskauer Untergrund die Fäden? Der neue Roman von Polina Daschkowa handelt von Rache, Schuld und Eifersucht, von geheimen Operationen und skrupellosen Korruptionsaffären im modernen Moskau. Was anfangs wie ein unlösbarer Knoten aus diversen Erzählsträngen erscheint, entwirrt sich schon bald in einen athmosphärisch-dichten Krimi, der bis zum Schluss nichts von seiner Intensität verliert. Dabei sind Daschkowas Beschreibungen der Schrecken des Tschetschenienkriegs ebenso intensiv wie ihre Alltagsdarstellungen aus einer der teuersten Metropolen Europas – alle denkbaren Vorurteile über die russische Hauptstadt inklusive. Ein weiterer spannender Krimi aus der Feder von Polina Daschkowa, einer der einfallsreichsten Autorinnen Russlands.
Polina Daschkowa, geboren 1960, studierte am Gorki-Literaturinstitut in Moskau und arbeitete als Dolmetscherin und Übersetzerin, bevor sie mit einer Gesamtauflage von heute 40 Mio. verkauften Büchern zur beliebtesten russischen Krimiautorin avancierte. Sie lebt in Moskau.
Autor/in: Polina Daschkowa
Verlag: Aufbau-Verlag
Umfang: 425 Seiten
Erscheinungsjahr: September 2007
ISBN: 978-3351032142
Preis: 19,95 €
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