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Manuel Vázquez Montalbán: Requiem für Genießer (Kritik)31.01.2006
von unserer RedakteurinSilke Schröder Der alternde Privatdetektiv Pepe Carvalho wird in seiner Heimatstadt Barcelona eines Mordes verdächtigt. Für ihn und seinem Helfer Biscuter ein guter Anlass, sich erst einmal auf eine ausgedehnte Reise nach Italien und Griechenland zu machen. Doch bald sehen sich die Beiden einer Serie unheimlicher Anschläge gegenüber und beginnen eine Flucht über alle Kontinente, nicht ohne die kulinarischen Köstlichkeiten und die Kultur ihrer diversen Reiseländer zu studieren. Unterwegs treffen sie auf Dealer, Geheimdienstler, Terroristen und Mafiosi, bis ihr Trip in einem grandiosen Finale endet. Leicht philosophisch angehaucht, mit viel Sarkasmus und bissigem Humor schickt Montalban seine beiden Helden rund um den Globus und spielt dabei ganz nebenbei mit Jules Vernes historischer Romanvorlage „In 80 Tagen um die Welt“. Obwohl manchmal etwas ausführlich, ist das Buch dennoch ein amüsant-turbulentes und kritisches Werk. Es geht um echte Freundschaft, um leckeres Essen, aber auch um Kritik an den Folgen der Globalisierung mit herzhaften Seitenhieben auf den Papst und den amerikanischen Präsidenten. „Requiem für Genießer“ ist Montalbans letzter Roman. Der 64-jähriger starb 2003 auf dem Bangkoker Flughafen. Manuel Vázquez Montalbán wurde 1939 in Barcelona geboren und starb 2003. Nach dem Studium der Geisteswissenschaften und Journalistik war er bei verschiedenen Zeitschriften als Redakteur tätig. Er gilt als einer der profiliertesten spanischen Autoren der Gegenwart und hat mit der Figur des Meisterdetektivs Pepe Carvalho einen Klassiker geschaffen. Autor/in: Manuel Vazquez Montalban
Verlag: Piper
Umfang: 790 Seiten
Erscheinungsjahr: Oktober 2005
ISBN: 978-349204696-1
Preis: 24,90 €
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