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Roland Mörchen: Huckebein lässt nicht locker (Kritik)

Die Spur führt nach Hannover


28.03.2007
von unserer Redakteurin
Silke Schröder

Der pensionierte Polizist Julius Carl Heber, genannt Huckebein, verehrt den alten Zeichner und Geschichtenschreiber Wilhelm Busch über alles.

Sogar einen Umzug von München nach Hannover nimmt er dafür in Kauf. Als in das Sterbezimmer des Künstlers in Mechtshausen am Harz eingebrochen wird und kurze Zeit später ein Toter am Grabe Buschs gefunden wird, beginnt Huckebein auf eigene Faust zu ermitteln. Die Spur führt ihn bald in sehr zwielichtige Kreise der hannoverschen Halbwelt.

Eine gute Idee, zum Jubiläumsjahr des Zeichners – die Freunde Wilhelm Buschs feiern derzeit seinen 175. Geburtstag - einen neuen Hannover-Krimi herauszubringen. Denn immerhin lebte der Künstler mehrere Jahre in der niedersächsischen Landeshauptstadt und wird hier durch ein eigenes Karikaturen-Museum geehrt. Leider gelingt es dem Autor nur bedingt, aus dem historischen Hintergrund Spannung zu erzeugen.

Die Story ist recht gradlinig und birgt kaum Überraschungen. Auch von Busch erfährt man außer ein paar mageren Eckdaten und einigen Zitaten wenig. Insgesamt ein netter Versuch, der es aber – anders als der Meister selbst – wohl kaum in die lokalen Analen schaffen wird.
Autor/in: Roland Mörchen
Verlag: Wolfgang Ulber
Umfang: 128 Seiten
Erscheinungsjahr: Februar 2007
ISBN: 978-3939976004
Preis: 10,00 €
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