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Ruth Rendell. Die Liebe eines Mörders (Kritik)

07.03.2007
von unserer Redakteurin
Silke Schröder

Mix Cellini lebt als Untermieter bei der 85-jährigen Gwendolin Chawcer im berühmten Londoner Stadtteil Notting Hill. Seine freie Zeit füllt er mit zwei Obsessionen, die unterschiedlicher kaum sein können: Gilt die eine dem Serienmörder Reginald Christie, der vor 50 Jahren in der gleichen Gegend sein Unwesen trieb, so ist die andere das von allen begehrte Top-Model Nerissa Nash. Tatsächlich gelingt es Mix, die Schöne kennen zu lernen, doch leider bleibt sein leidenschaftliches Werben ohne Antwort. So driftet Mix immer mehr in seine Tagträumereien ab. Kann es Zufall sein, dass er sich dabei zunehmend von Christies Taten inspirieren lässt? Bald wird der unauffällige Mix für die Menschen in seiner Umgebung zur Gefahr.

In Ruth Rendells neuem Thriller dreht sich alles um Obsessionen und Besessenheit. Dabei beweist die unbestrittene Großmeisterin des klassischen englischen Krimis mal wieder ihr Talent, allen Charakteren eine nahezu lebensechte, vielschichtige Persönlichkeit zu geben. Gepaart mit einer packenden Handlung entsteht so eine wunderbar unterschwellige Spannung, die die Leser bis zum Ende des Buches im Bann behält.

Ein gelungener psychologischer Kriminalroman im bewährten Ruth-Rendell-Stil.
Ruth Rendell wurde 1930 in South Woodford/London geboren. Zunächst arbeitete sie als Journalistin, bevor sie sich ganz dem Schreiben von Romanen widmete. Seitdem hat sie über dreißig Bücher veröffentlicht. Ruth Rendell, die auch unter dem Pseudonym Barbara Vine bekannt ist, lebt in London.
Autor/in: Ruth Rendell
Verlag: Blanvalet
Umfang: 448 Seiten
Erscheinungsjahr: Februar 2007
ISBN: 978-3764501181


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