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Susanne Mischke: Liebenslänglich (Kritik)18.09.2006
von unserer Redakteurin Silke Schröder Das Leben der 42-jährigen Mathilde Degen läuft in geordneten Bahnen. Sie unterrichtet an einer privaten Schule in Hannover und lebt in einer tollen Eigentumswohnung im gutsituierten Zoo-Viertel. Doch als sie eines Morgens wegen einer Routineuntersuchung beim Arzt sitzt, verändert sich ihr Leben. Im Wartezimmer lernt sie den lebenslänglich verurteilten Lukas Feller kennen, der, flankiert von zwei Vollzugsbeamten, auf eine Untersuchung wartet. Sie ist fasziniert von ihm, und trotz aller Warnungen von Freunden und Verwandten halten die beiden Kontakt und heiraten ein Jahr später. Leider kommt es, wie es kommen muss: Lukas wird zwar durch eine entlastende Aussage vorzeitig entlassen, aber er entpuppt sich dennoch als das, wovor sie immer gewarnt wurde. Doch Mathilde weiß sich zu wehren... Susanne Mischkes neuer Roman greift ein Phänomen auf, das schon länger beobachtet wird: Frauen, die fasziniert sind von inhaftierten, gefährlichen Kriminellen und ihren Kontakt suchen. Mischke entwickelt rund um dieses Thema ein spannendes Szenarium, das wie ein Spiel beginnt und schon bald in bitteren Ernst mündet. Packend erzählt, überrascht uns Mischke mit einem unerwarteten Ende. Für Fans und Einwohner der niedersächsischen Landeshauptstadt ist das Buch natürlich ein besonderer Leckerbissen - sie beschreibt Hannover mit viel positivem Lokalkolorit. Für alle anderen eine sehr gute Empfehlung.
Susanne Mischke wurde 1960 in Kempten geboren und lebt heute bei Hannover. Sie war mehrere Jahre lang Präsidentin der »Sisters in Crime« und erschrieb sich mit ihren herrlich bösen Romanen eine große Fangemeinde .
Autor/in: Susanne Mischke
Verlag: Piper
Umfang: 296 Seiten
Erscheinungsjahr: September 2006
ISBN: 978-349204843-9
Preis: 16,90 €
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