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Tim Mälzer: Born to cook 2 (Kritik)

13.10.2005
Von unserer Redakteurin Claudia Becker

Endlich: Die Küche bleibt nicht länger kalt. Tim Mälzer hat sich zwischen seinen vielen TV-Verpflichtungen gesammelt und hat fleißig viele neue Rezepte zusammengetragen. Diese finden sich im zweiten Teil von „Born to cook“, das seit Anfang Oktober in den Läden ist.

Nach dem bewährten Motto „Schmeckt nicht gibt’s nicht“ lässt Mälzer es mal wieder ordentlich scheppern und krachen. Der selbst erklärte „Küchenbulle“ macht vor, wie man frech und unkompliziert, leckere und gesunde Mahlzeiten herstellen kommt und bringt so Leute an den Herd, die sich bis dahin als Kochmuffel bezeichneten. Locker und spielerisch nimmt er den Hobbyköchen die Angst vorm ersten und zweiten Schritt. Fantasie und Experimentierfreudigkeit stellt Mälzer in den Vordergrund und kreiert so Leckereien wie Lachs-Carpaccio, Erbsenpüree mit Knofi und gefüllte Kalbsbrust. Die Auswahl der Rezepte ist eine Spur edler und ausgefallener als im ersten Teil des Buches. Und doch sollte sich dadurch niemand schrecken lassen. Sie sind immer noch einfach nachzukochen – dank der guten Anleitung – und machen für’s romantische Dinner echt was her.

Originell ist die Step-Line eines jeden Rezeptes, damit bei der Reihenfolge der Schnippel- und Dünstarbeiten auch ja nichts schief läuft. Rund wird das Buch durch eingestreute Workshops zu den Themen „Kräuter“, „Salat“ und „Karamell“, in denen Mälzer Kniffe bei der Verarbeitung erläutert. Und so ehrlich wie er ist, schreibt Tim Mälzer gleich zu Beginn seines Buches, dass alle Köche eigentlich immer voneinander abkupfern und sich so zu eigenen Versionen inspirieren lassen. Das ist gelungen; aber kocht nun Jamie Oliver à la Tim Mälzer oder Tim Mälzer à la Jamie Oliver? Ist ja auch egal: Schmeckt nicht gibt’s nicht.

Der Autor:
Koch hat Tim Mälzer gelernt, weil er mal Hoteldirektor werden wollte. Und gleich nach der Lehre zum Koch ging er für zwei Arbeitsjahre nach London und machte während der Ausbildung diverse Wettbewerbe mit. In seiner VOX-Kochshow „Schmeckt nicht gibt’s nicht“ zeigt Mälzer jeden Werktag, wie man schnell, günstig und lecker kochen kann. Oft wird er mit Jamie Oliver verglichen, den Tim Mälzer aus seinen Londoner Zeiten kennt, und wie der englische King of Kitchen steht Tim Mälzer für eine neue Generation am Herd. In seinem Restaurant praktiziert der 34-Jährige eine frische und kreative Küche zu alltagstauglichen Preisen: "Es gibt Sachen, die einfach 'schweinelecker' sind und nicht die Welt kosten müssen."
Autor/in: Tim Mälzer
Verlag: Mosaik bei Goldmann
Umfang: 176 Seiten
Erscheinungsjahr: Oktober 2005
ISBN: 978-3-442-39087-8
Preis: 19,90 Euro
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