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Nie ohne Deckel – Kochen will gelernt sein!

15.09.2008
Ein Irrglaube:
Kochen ist keine Magie!
© MEV-Verlag
Es bruzzelt und dampft, es klirrt und scheppert auch mal, aber meistens geht es hektisch zu… beim Kochen! Für Viele eine Leidenschaft, für Etliche ein Rotes Tuch. Die Angst vor einer Blamage ist Groß, wenn’s um Kochen geht. Hat man den Geschmack der Gäste getroffen? Ist das Fleisch auch zart genug? Der Nachtisch nicht zu süß? Doch Kochen ist keine Magie – Kochen will gelernt sein!

Viele Berufstätige greifen im Supermarkt auf Fertigprodukte oder Tiefkühlware zu. „Geht schneller“ ist die häufig die Erklärung. Richtig kochen können die wenigsten. Meist ist die eigene Mama keine Kochfee. Wen kann man also um Rat fragen, wenn man in die Liga der Kochprofis einsteigen möchte? Wie und wo lernt man kochen, welche Möglichkeiten gibt es?

Da gibt es zunächst die klassische Variante über die Kochkurse in einer Volkshochschule. Diese sind häufig nach Themen sortiert, wie z.B. Genuss im Winter, Single-Küche, Festtags-Menü und vieles mehr. Hier geht es hauptsächlich um Saisonale Themen. Einen richtigen Einsteigerkurs findet man hier eher selten, dafür sind die Kosten relativ gering. In der Regel kostet ein Kochkurs zwischen 20 und 30 Euro. Der Beitrag für die verwendeten Lebensmittel wird vor Ort eingesammelt. Sie suchen eine VHS in Ihrer Nähe? Hier die Online-Seite www.vhs.de, auf der alle Volkshochschulen in ganz Deutschland registriert sind.

Wie Pilze aus dem Erdboden – so wachsen die kommerziellen Kochschulen aus dem Boden. Ein Grund hierfür sind z.B. Kochshows im Fernsehen wie „Kochduell“, „Die Kochprofis“ oder „Schmeckt nicht, gibt’s nicht“. Auch Starköche wie Alfons Schuhbeck, Sarah Wiener oder Johann Lafer tummeln sich im Medien-Kochtopf. Kochen ist wieder IN. Wer was von sich hält lädt zur privaten „Das perfekte Dinner“-Party ein oder besucht eine Kochschule.

Modern und funktionell eingerichtet, alles ist Hightech – suchen die professionellen Kochschulen Ihresgleichen. Häufig von ehemaligen Profiköchen ins Leben gerufen, haben diese sich mit Haushaltsgeräteherstellern wie Bosch oder Siemens zu einer wirtschaftlichen Symbiose zusammengeschlossen. Das Know how der Köche wird direkt von den Herstellern umgesetzt und via attraktiver Kochschulen in Szene gesetzt. Eine neue Marketingstrategie der Konzerne.

Kochen mit Kindern macht Spaß!
© MEV-Verlag
Die Schulen haben sich in den letzten Jahren einer wachsenden Teilnehmerzahl erfreut. Pfiffige Kursprogramme wie „Hot Wok – Neues aus der Kultschüssel“, „Schatztruhe des Meeres“ oder „Beauty food“ sorgen für den Kochkick bei den Eleven. Auch an die absoluten „Frischlinge“ wird mit einem Basic-Kurs gedacht, mit anschließendem Aufbaukurs natürlich. Die Männerrunde wechselt vom Ecklokal in die Küchenschürze an den Herd: Für Kochhungrige Männer gibt es den „Gentlemen-Dinner-Club. Für die Karriereorientierten Damen wurde der „Lady-Kreativ-Club“ ins Leben gerufen. Dann gibt es noch Kurse für jede Lebenslage: für Singles das „Blinde-date Kochen“, im Anschluss für Eltern „Kochen & Backen mit Kindern“ und für den Kleinen Geldbeutel den „Low Budget und trotzdem satt“-Kurs.

Diese Programminhalte und viele mehr sind unter www.kochschule-hannover.de zu finden. Die Inhalte der Kochschulen im kulinarischen Potpourri Deutschland ähneln sich. Schauen Sie doch mal auf die webside www.kochschule-no1.de. Auch die Seite www.kochmesser.de/kurse.html listet zahlreiche Kochkurse – auch über den Tellerrand hinaus – auf.

Die Kursbeiträge variieren sehr stark. Sind aber deutlich teurer als in der VHS. So ein Kurs macht sich nett als Geschenk unterm Weihnachtsbaum. Frei nach dem Motto: „Du kannst leider nicht kochen Darling, aber ich kenn da jemanden, der es Dir beibringen kann“.

Tipps & Tricks online nachlesen
© Photo-Disk
Wem das zu teuer oder zu zeitintensiv ist bleibt das Nachlesen im Kochbuch oder ein Online-Ratgeber. Step by Step bietet z.B. die Homepage www.kochatelier.de für Einsteiger Häppchengerechte Hilfen an. Das fängt bei der Küchenplanung an, geht über zu Gewicht- und Mengenangaben, informiert über die richtige Kochtechnik und endet - nicht zu vergessen – bei den Guten Tischmanieren.

Immer wieder gern gehört:
Wer wirklich kochen lernen will, muss kochen – und nicht lesen!

von unserer Redakteurin Tanja Maric



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