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Spielekritik: Der kleine PrinzEin Spiel nach dem Buch von Antoine de Saint-Exupéry16.12.2002
Von unserer Redakteurin Katrin RußSpielidee: „Zähme mich“, sagte der Fuchs zum kleinen Prinzen. „Was heißt zähmen?“, fragte der kleine Prinz. „Zähmen bedeutet, sich vertraut machen“, antwortete der Fuchs. Ganz im Sinne der poetischen Gedankenwelt Saint-Exuperys machen sich die Spieler miteinander vertraut. Gemeinsam mit dem kleinen Prinz reisen sie von Planet zu Planet und erfüllen dort verschiedene Aufgaben. Dabei gilt es, der eigenen Phantasie freien Lauf zu lassen, Kreativ zu sein, das Kind das man gewesen ist wieder zu entdecken und zu träumen. Durch die Lösung der Aufgaben dürfen die Spieler Sterne an den Himmel setzen und der kleine Prinz kommt seiner Begegnung mit dem Fuchs ein Stück näher. Werden die Aufgaben hingegen nicht erfüllt, rückt der Fuchs ein Stück weiter weg oder verschwindet am Ende ganz in seinem Bau. In diesem Fall gelingt es dem kleinen Prinzen nicht, den Fuchs zu zähmen und alle Spieler verlieren gemeinsam das Spiel. Ausstattung: Das zentrale Element des Spieles ist ein wunderschön gestalteter Plan, auf dem alle Planeten eingezeichnet sind, die der kleine Prinz bereist. Auch die Bewohner mit ihren typischen Ideen sind gemalt und beschrieben. Hinzu kommen 4x55 Aufgabenkarten. Die Aufgaben sind anregend und fesselnd, so daß schnell Kommunikation und Begeisterung unter den Spielern aufkommt. Auch die Gestaltung der Karten ist sehr gelungen. Hinzu kommen die Bewertungskarten und die Sterne, die als Belohnung an den Himmel gezaubert werden. Es gibt einen Fuchs und einen kleinen Prinzen, die ebenfalls toll gestaltet sind. Allerdings ist der Standfuß etwas klein geraten, so daß die Figuren etwas wackelig stehen. Das ist aber auch das Einzige, was noch verbessert werden könnte. Regelwerk: Die Regeln sind einfach und gut beschrieben, so daß nach kurzem Einlesen das Spiel beginnen kann. Toll ist, das zunächst alle Spieler zusammenarbeiten, um den kleinen Prinz näher an den Fuchs heranzubringen und ihn damit zu zähmen. Und das Geniale an diesem Spiel ist, dass dieses Ziel nur erreicht werden kann, wenn gleichzeitig die Spieler etwas von sich preis geben. Durch die Persönlichkeit der Spieler entsteht immer wieder etwas Neues und das Spiel wird auch nach zahlreichen Durchgängen nicht langweilig. Dem Autor ist es damit gelungen, die Grundidee des Buches im Spiel erfahrbar zu machen. Zielgruppe: Ein Spiel für Menschen, die ganz im Sinne von Saint-Exupery, Lust daran haben, sich kennen zu lernen und sich zu öffnen. Die Möglichkeit gewinnen zu können, tritt hinter diesem Gedanken zurück und verliert an Bedeutung. Angegeben sind als Altersgruppe Menschen ab 10 Jahre. Nach meiner Einschätzung ist es von den Aufgaben her eher ein Spiel für Jugendliche und vor allem Erwachsene. Ausnahmen gibt es natürlich immer. Idee: * * * * Anspruch: * * * * Ausstattung: * * * * Spaßfaktor: * * * * Punkteskala: * miserabel, ** naja!, *** akzeptabel **** toll, ***** genial Autor: Kai Haferkamp Illustration: nach Originalillustrationen von Antoine de Saint-Exupery Verlag: Kosmos Verlag 2002 Genre: Gesellschaftsspiel Alter: ab 10 Jahre Spieldauer: 60-90 Minuten Spielerzahl: 3-6 Preis: 29,95 €
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