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Spielekritik: Stategiespiel "Pueblo"

Ein Spiel von Michael Kiesling und Wolfgang Kramer


20.06.2002
Von unserer Redakteurin Katrin Ruß

Pueblo ist spanisch und heißt Dorf. In New Mexico wird das Wort von den dort lebenden Indianerstämmen verwandt, um ihre mehrstöckigen Terrassenhaussiedlungen zu bezeichnen. Die einzelnen Wohneinheiten eines Pueblos sind wie große Schachteln aus Lehmziegeln aneinander gebaut und aufeinander getürmt.

In Pueblo werden die Spieler zu Baumeistern, die vom Häuptling den Auftrag erhalten, das schönste, größte und mächtigste Pueblo im ganzen Land zu bauen. Doch, da wird die Geschichte etwas holperig, der Häuptling mag keine Extravaganzen. Kein Baumeister soll sich mit seiner Farbe in den Vordergrund drängen. Von außen soll das Pueblo gleichmäßig lehmfarben aussehen. Jeder Verstoß gegen die Bauvorschriften wird, wie im wirklichen Leben, mit Strafpunkten geahndet.

Hinter der etwas gewollten Geschichte (Kommentar von Sven, 11 Jahre: „Wieso mögen Indianer keine Farbe?“) verbirgt sich ein spannendes Strategiespiel für bis zu 4 Personen. Die Regeln sind einfach und ohne stundenlanges Regelstudium zu verstehen. Einfach auspacken und los geht’s. Bei jedem Spiel ergeben sich neue Varianten, so dass garantiert keine Langeweile aufkommt. Für Fortgeschrittene gibt es sogar noch Profi-Regeln.

Insgesamt ein gelungenes Spiel. Einziger Haken, die Seiten der Bausteine sind so glatt, daß das Bauwerk immer wieder vom Einsturz bedroht ist. Schade. Ein Verbesserungsvorschlag an den Verlag: gummierte Flächen oder Bausteine nach Legoprinzip verwenden.

Verlag: Ravensburger
Autor: Michael Kiesling und Wolfgang Kramer
Alter: 10 – 99 Jahren
Kategorie: Strategiespiel
Spieldauer: 60 Min
Spieleranzahl: 2 – 4 Spieler
Erscheinungsjahr: 2002
Preis: ca. 35 €



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